Die Keramikversiegelungen (Quartz Coating) feiern derzeit Ihren Siegeszug im Lackpflege-Bereich. Jeder spricht davon und jeder möchte es haben. Auch viele Autopflege-Einsteiger haben diesen Begriff schon mal gehört und wollen wissen, ob die Keramikversiegelung eine sinnvolle Alternative zur Wachsen ist. Die Hersteller haben Ihre Rezepturen mittlerweile stark verbessert und haben dank der anfängerfreundlichen Anwendung eine wichtige Hürde aus dem Weg genommen. Durch die starke Konkurrenz und immer neuere Produkte fallen die Preise tendenziell und machen die Entscheidung für den Einsatz der Keramikversiegelung einfacher.

Und dennoch ist das aktuelle allgemeine Wissen über Quartz Coatings sagenumwoben und sehr lückenhaft. Für viele Autopflege-Einsteiger sind die Keramikversiegelungen weiterhin ein Buch mit sieben Siegeln. In unserem Beitrag wollen wir daher etwas mehr Licht ins Dunkel bringen und die TOP 15 Fragen zu Keramikversiegelungen beantworten.

Platz 15:
Mir wurde eine Nano-Versiegelung statt dem Wachs empfohlen, ist eine Nano-Versiegelung eine Keramikversiegelung?

Jain! Den Begriff „Nanoversiegelung“ nur für Keramikversiegelungen (Quartz Coating) zu verwenden ist zunächst nicht korrekt und gar schlichtweg falsch. Fast die gesamte moderne Autopflege-Chemie basiert auf der Nano-Technologie und NANO bedeutet lediglich, dass die Wirkungspartikel bzw. deren Strukturen/Verbindungen sehr fein sind, um einen besseren Wirkungsgrad auf der Oberfläche zu erreichen (egal ob Wachs, Coating, Politur, Detailer, Glasreiniger etc).

Platz 14:
Was sind die Hauptunterschiede zwischen Keramikversiegelungen und Wachsen?

Die meisten Wachse oder die klassischen Versiegelungen basieren auf Polymeren, komplexen, robusten Molekülen, welche sehr gute optische Eigenschaften (Wet Look) mitbringen. Die Nachteile sind aber die relativ niedrige Kratzfestigkeit und eine relativ schwache Bindung mit der Lackoberfläche, daher relativ leicht zu entfernen sind.
Die keramischen Versiegelungen besitzen eine Siliziumoxid-Basis, welche der Versiegelungsschicht zunächst Ihre besondere Härte verleiht (daher die Bezeichnung Quartz). Weitere Bestandteile sorgen dafür, dass die Keramikversiegelungen eine sehr viel stärkere Bindung mit der Oberfläche eingehen und daher meist nur noch über maschinelles Polieren wieder zu entfernen sind. Daraus resultieren die vielfach höhere Standzeiten. Nachteile von Quartz-Coating ist der „trockenere“ Glanz und je nach Produkt kompliziertere Vorbereitungs- und Auftragsprozedur.

Platz 13:
Kann ich eine keramische Versiegelung selber auftragen?

Ja! Der Autrag einer Keramikversiegelung unterscheidet sich zwar in der der Art und Weise und es werden speziell dafür vorgesehene Applikatoren und Suedetücher benötigt, aber sonst steht der Auftrag im privaten Bereich nichts im Wege. Eine Voraussetzung dafür ist eine sorgfältige Lackvorbereitung. Ebenso sollte man sich anfänglich  über die Eigenschaften und die Verarbeitungsempfehlungen des Herstellers zu informieren.

Platz 12:
Muss der Auftrag der keramischen Versiegelung in geschlossenen Räumen erfolgen?

Ja, es ist sehr wichtig einen sonnen-, wind- und regenfreien Platz für die Applikation der Keramikversiegelung bereitzustellen. Die Lackoberfläche darf nicht durch Sonneneinstrahlung erhitzt werden, weil dieses je nach Neigungswinkel zur Sonne sehr ungleichmäßig geschieht und man bekommt keine einheitlichen Ablufzeiten hin. Die Luftbewegungen im Freien können sehr gefährlich sein, weil der Wind sehr häufig diverse Schmutzpartikel wie Sandkörner, Staub aber auch Biokontaminationen aufwirbelt und auf die frische Coating-Schicht presst. Bereits davor kann es zur Schmutzablagerung auf der Lackoberfläche kommen, dies führt während des Auftrags zur Kratzern oder unvorhergesehenen Problemen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die primäre Abhärtungszeit. Diese ist bei Keramikversiegelungen mit 12-24 Stunden i.d.R. sehr lang und in dieser Zeit sollte sich auf der Lackoberfläche weder Staub, noch Sand noch Wasser ablagern.

Platz 11:
Mein Fahrzeug ist frisch lackiert, wie lange muss ich vor dem Auftrag der Coatings warten?

Bitte gebt dem Lack mind, 3 Tage (72 Stunden) Zeit! Danach könnt Ihr die Keramikversiegelung applizieren. Die Coatings sind in der Regel gasdurchlässig und werden den Lack vor seiner weiteren Ausdunstung nicht abhalten.

Platz 10:
Wie wird ein Quartz-Coating angewendet?

Anders als bei Wachsen und Polymerversiegelungen werden Quartz-Coatings mithilfe eines Quartz-Applikators mit dem darüber gelegten Suede-Microfasertuch aufgetragen. Diese Kombination gewährleistet einen dünnen und gleichmäßigen Schicht, welche nach einer produktabhängigen Abluftzeit mit  mehreren Terry-Microfasertuchern (Politurentfernungstuch mit einer dichen Schlingen-Webart) abgenommen und auf Hochglang auspoliert wird. Die Schutzhandschuhe sind auch hier Pflicht. Je nach Produkt wird auch der Atemschutz benötigt, weil die Versiegelungen sehr starke und flüchtige Lösemittelverbindungen enthalten können. Eine Schutzbrille ist optional – Spritzgefahr besteht nicht.

QUartz-Coating Applikation (ECO)

Platz 9:
Sind Keramikversiegelungen besonders anfällig gegenüber von Kalkflecken?

Ja! Aber nicht alle Kalkflecken sind gleich. Viele vermeintlichen Kalkflecken sind lediglich Staub und Schmutzeinschluße, welche nach dem Verdunsten  des Regentropfens zurückbleiben.  Diese lassen sich mit der nächsten Wäsche oder einem beliebigen  Detailer entfernen. Kalkflecken kommen durch das  natürliche Niederschlagswasser so gut wie nie vor.  Die „richtigen“ Kalkflecken entstehen durch die Handwäsche zuhause oder in den Selbstwaschboxen (insbesondere ist das Vorwäsche-Wasser oft nicht enthärtet). Das Leitungswasser ist stark kalzium- und magnesiumhaltig, einmal getrocknet, lassen sich diese Rückstände nicht mehr so einfach von der Keramikbeschicht herunterwischen. Hier ist die Wirkzeit und die Art der Versiegelung ausschlaggebend, daher die Leitungswasser-Tropfen immer komplett trockenwischen und niemals austrocknen lassen.

Platz 8:
Schützt das Quartz-Coating vor Lackschäden durch Vogelkot?

Eine sehr interessante Frage. Die Entwickler von Gtechniq wollten es genauer wissen und sich die Ursache der Schäden durch Vogelkot unter Laborbedingungen untersucht. Dabei sind sie zu dem überraschenden Entschluss gekommen, dass der Hauptschaden, also Lackrisse, primär nicht durch Vogelkot-Chemie selbst, sondern durch die Kombination der chemischen Einwirkung auf den Lack und der starken Temperaturunterschiede zwischen den freien und „abgedeckten“ Lackbereiche entstehen. Unter diesem Aspekt kann eine Keramikversiegelung keinen vollständigen Schutz vor den lange einwirkenden Vogelkotschäden an der prallen Sonne gewährleisten. Die Schutzwirkung und die Widerstandsfähigkeit der mit Coating versiegelten Lackoberfläche steigt aber enorm und der Vogelkot braucht deutlich länger, um chemisch auf den Lack einzuwirken. Somit gilt weiterhin: den Vogelkot nach der Entdeckung  möglichst schnell entfernen.

Platz 7:
Schützt eine Keramikversiegelung vor Steinschlag?

Nein! Egal was ihr bisher gehört habt und welche fragwürdigen Tests euch bei Youtube präsentiert wurden – eine 1-2µm-dünne Coating-Schutzschicht ist physikalisch einfach nicht in der Lage, die Aufschlagenergie eines größeren, harten Partikels bei Geschwindigkeiten ab dem mittleren 2stelligen Bereich zu absorbieren, gibt diese also direkt an die Lackoberfläche weiter. Für einen zuverlässigen Steinschlagschutz kommt ihr an dickeren Folien nicht herum. Es gibt trotzdem eine gute Nachricht: aufgrund der besonderen Härte kann eine Keramikversiegelung die Lackoberfläche durchaus vor Staub-Einschlag schützen.

Platz 6:
Das Beading und Sheeting meiner Keramikversiegelung hat viel zu früh stark nachgelassen. Ist der Auftrag fehlerhaft?

Nein! Die Schlußfolgerung, dass das fehlende Beading auf den nicht mehr vorhandene Versiegelungsschutz zurückzuführen ist, ist häufig falsch. Die Coatings haben zwar die wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften, dennoch setzen sich auch auf der versiegelten Lackoberfläche Staub, Straßenschmutz, Biokontamination ab. Diese Schmutzschicht hemmt oder unterbindet die Beading und Sheetingeigenschaften. Eine Fahrzeugwäsche oder Trockenwäsche mit Detailer sollten den hydrophoben Effekt der Coating-Schichten vollständig wiederherstellen. Aber auch hier gibt es je nach Hersteller unterschiedliche Faktoren zu beachten. Einige Keramikversiegelungen können ihren hydrophoben Effekt ,ohne dass die Grundeigenschaften wie Kratzfestigkeit oder Standzeit dadurch beeinträchtigt werden. Für die Auffrischung des Beadings/Sheeting haben die Hersteller häufig geeignete Mittel in ihrer Produktpalette. Oder  man sucht sein Glück beim  Toppen mit Wachs (Platz 2)

Platz 5:
Ich möchte meine Keramikversiegelung-Schichten komplett entfernen und neu auftragen. Wie gehe ich vor?

Willkommen in der Hölle! An diesem Punkt werden alle positiven Eigenschaften eines Coatings wie Härte, starke Lackbindung und Chemieresistenz zu euren hartnäckigen Gegenspielern. Man kann die Keramikversiegelung weder mit speziellen Shampoos, noch mit IPAs, noch anderen regulären Reinigern entfernen. Man muss(!) polieren und das kann besonders bei Exzentermaschinen und Coating-Stärke richtig lange dauern. Wenn es irgendwie möglich ist, besorgt euch einen Rotationspolierer. Alternativen zu Politur mit einem sehr harten Pad sind Naßschleifen mit 3000er Sandpapier oder Orange Peel Removal Equipment.

Platz 4:
Kann ich die Keramikversiegelung schichten?

Jain! Hier gilt es den Empfehlungen der Hersteller zu folgen. Zum Einen müssen die Abluftzeiten mehr oder weniger genau beachtet werden, zum Anderen raten manche Hersteller explizit davor ab, weil die Produktzusammensetzung die Schichtung nicht unterstützt oder keine weiteren Vorteile mehr bringt. Sehr wichtig ist in dabei, die vorherige Schicht nach dem Abluften absolut sauber und reste-frei abzunehmen. Es dürfen  unmittelbar vor dem Auftrag der nächsten Schicht keinerleih Schlieren / Wolken / Schleier /  Prisma-Effekte auf dem Lack erkennbar sein. Andernfalls solltet ihr abbrechen oder die Partie komplett auslassen und später mit Poliermaschine korrigieren.

Ein gut gemeinter Tipp unsererseits: insbesondere für absoluten Coating-Anfänger gilt die Regel: lieber eine korrekt aufgetragene 1 Schicht als 2-3 „verbaute“ Schichten. Denkt dran, dass die Entfernung von Keramikversiegelung von Lack kein Kinderspiel ist und sehr hohen Aufwand erfordert.

Abnahme des Keramikversiegelung-Auftrags mit einem Terry-Microfasertuch

Platz 3:
Können die Folien mit Quartz-Coatings versiegelt werden?

Jain! Dies hängt sowohl von der Beschaffenheit der Folie selbst als auch der grundsätzlichen Freigabe der Coating-Herstellers. Die meisten Keramik-Coatings enthalten relativ scharfe Lösungsmittel und greifen die Folien an. Während Gyeon, Nanolex, Gtechniq etc keine solche Freigabe für Folien erteilen, besitzt bspw. Liquid Elements ECO eine gute Verträglichkeit mit Folien und unlackierten Plastiken allerdings wieder auf Kosten der besonderen Rezeptur und der daraus resultierenden niedrigeren Härte und Kratzerresistenz.

Platz 2:
Kann ich meine Keramikversiegelung mit Wachs oder Polymerversiegelung toppen?

Jain! Es wird Euch keiner davor abhalten, aber das Topping wird keine vollwertige Bindung mit der ausgehärteten Keramikversiegelung eingehen können. Denn die Keramikversiegelung ist nun mal dazu da, die Oberflächenanschmutzung zu blocken. Je nach Produkt wird also entweder schon bei der Abnahme nach der Abluftzeit der gesamte Wachsschicht von dem Finishtuch mitgenommen oder das Topping hält maximal bis zur nächsten Regenfahrt oder Fahrzeugwäsche. Die sprühbaren (Wachs)Produkte / Detailer könnten eine leicht bessere Haftung auf der Keramikversiegelung als z.B die pastöse Variante. Es gibt jedoch keine Zusammenstellung der Eignung, man muss also einfach etwas experimentieren. Eine Ausnahme bilden hier die explizit für das jeweilige Coating entwickelte Detailer. Diese besitzen spezialisierte Bindungsmittel, welche auf die besondere Oberflächeneigenschaften der jeweiligen Keramikversiegelung abgestimmt sind und somit besser anhaften können (z.B Gyeon Cure für Prime, Mohs, Gloss Boost für Eco).

Platz 1:
Was ist die beste Keramikversiegelung?

Wir sind fest davon überzeugt, dass es so etwas wie das beste Mittel einfach nicht geben kann. Der Hintergrund ist einfach: jedes Produkt besitzt eine Reihe an  Eigenschaften, welche für eine Empfehlung natürlich subjektiv gewichtet werden müssen  und jeder Leser wird mit hoher Wahrscheinlichkeit seine persönlichen Präferenzen haben. Für die einen ist die Verarbeitung das Top-Kriterium, für die anderen – die Beading-Eigenschaften, für die dritten – die Härte oder Standzeit und für den vierten – der Preis. Ein Produkt, welches all diese Kriterien mit 5 von 5 Sternen abdeckt wird man noch lange suchen – denn wir bereits bei Wachsen  schließen sich bei Keramikversiegelungen viele Eigenschaften gegensetig aus. So geht  beispielsweise die Härte des Quartz-Coatings häufig auf Kosten der Beading/Sheeting-Ausprägung und der Verarbeitung.

Der Preis nimmt dabei insofern eine Sonderstellung ein, dass dieser zwar mit der höheren Produktqualität (hochwertige Chemie, SiO2-Anteil)  einhergeht, und dennoch immer wieder durch Markt und Wettbewerb verzerrt wird.  Auch China-Ware drängt in letzter Zeit sehr massiv mit Hitpreisen in den Markt und lässt berechtigterweise viele Fragen darüber entstehen, wie der hohe Preisunterschied zu einem Markenprodukt entsteht. Diese Fragen sind aktuell unbeantwortet,  denn trotz der ähnlichen Bezeichnung scheint es sich häufig um komplett unterschiedliche Produkte zu handeln, wo weder der Hersteller noch die Zusammensetzung bekannt ist. Die fehlende Zulassung sowie Langzeittestergebnisse werfen weitere ernstzunehmende Fragen auf.

Wer sich ernsthaft mit Keramikversiegelungen beschäftigen möchte, sollte sich bei den Herstellern und/oder Händlern Eures Vertrauens informieren und beraten lassen – es lohnt sich!

Wir hoffen diese Zusammenstellung hat viele Eurer Fragen beantwortet und den Einsteigern einen guten Einblick in den Coating-Bereich ermöglicht. Habt Ihr weitere Fragen, Anregungen, Lob und Kritik? Lasst es uns wissen – unsere Kommentarfunktion steht Euch  zur Verfügung!

Beispielprodukte aus dem Keramikversiegelung-Bereich

15 häufigste Fragen zur Keramikversiegelungen – Grundwissen zu Quartz Coatings
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20 Gedanken zu „15 häufigste Fragen zur Keramikversiegelungen – Grundwissen zu Quartz Coatings

  • Juli 1, 2019 um 7:30 pm
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    Moin !

    Hat jemand Erfahrungen mit einem Unterwasser-„Schutz“ anstatt dem klassischen AntiFouling ?
    möchte wohl ein GFK- Sportboot beschichten lassen…..:-?

    Antworten
    • Juli 1, 2019 um 11:18 pm
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      Die Keramikversiegelung ist keine (!) Alternative zu dem AntiFouling, Dafür ist diese viel zu dünn und wird den chemischen und mechanischen Belastung des (Salz)Wasser nur eine kurz Zeit halten.

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  • Juni 25, 2019 um 1:59 am
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    Hallo ,

    Ich möchte gerne wissen op man bei einem Basis-/Klarlack (Autolack von einem Audi S8 D2 ;meguinblau mit Perleffekt) auf etwas spezielles achten muss bei der Produktwahl für eine Keramikversiegelung ??

    Danke und LG

    Antworten
    • Juni 25, 2019 um 11:47 am
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      Grundsätzlich sollte ihr KlarLack robust genug gegenüber einer Keramikversiegelung sein. Sie können evtl darauf achten, im Zweifel nicht zu stark lösemittelhaltigen Produkten zu greifen (z.B Nanolex Si3d)

      Antworten
  • März 21, 2019 um 12:04 pm
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    ich bleibe bei Wach.. diese vorteile der Keramic Versiegelung stehen schlecht da im vergleich zu den Nachteilen, welche es bei Caranuba Wachs Versiegelungen gar nicht gibt! dann lieber all 2 Jahre Polieren. Dachte doch gleich MARKETING Produkt..schütz vor Steinschlägen.. jajaaa da läuten bei mir schon die Alarm glocken.. Hersteller dürfen ja alles behaupten.. Anti-Aging Politur als nächstes? 😀 HAHA wie sollen 3 Micromillimeter beschichtung einen steinschlag von 80km/h aufhalten, ein Kieselstein der ca 10g schwer ist tritt bei 80km/h schon mit ca 2KG Energie auf den Lack.. ach ich weiss es DiamantenPulverOxid Beschichtung 😉 der Neue hit.. un zerstörbar!! wie diese Mediashop Dauerwerbesendungen.. Lack Reiniger, Schutz, Pollieren und Versiegeln in einem … Kopfschüttel

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  • Januar 27, 2019 um 6:16 pm
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    Ich möchte auf mein rel. Neues Auto eine Keramikbeschichtung aufbringen lassen. Die Angebote bewegen sich jedoch zwischen 1000,– und 3000,– Euronen.
    Sind mehrere Schichten wie beim teuersten argumentiert sinnvoll? Oder ist das aufbringen mehrerer Schichten sogar nachteilig? (Reißen der Keramikbeschichtung usw.)
    Danke für rasche Antwort

    Antworten
    • Januar 27, 2019 um 9:23 pm
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      Mehrere Schichten werden je nach Versiegelung bereits von den Herstellern empfohlen. Versprochen wird eine signifikante Erhöhung der Standzeit (zb. eine Schicht 1 Jahr, 2 Schichten entsprechend 2 Jahre, usw). Mehr als 2-3 Schichten würden wir nicht empfehlen.

      Zum einen weiß man nicht ob in 2-3 Jahre nicht bessere Produkte auf dem Markt sind und zum anderen muss man beim Schichten je nach Produkt sehr genau die Vorgaben der Hersteller beachten, sonst könnte es nämlich passieren, dass die nächsten Schichten nicht mehr haften und zuschnell abgehen.

      Desweiteren muss man sich im Klaren sein, dass das beworbene Superb Beading nur bei der obersten Schicht zu beobachten ist. Sobald diese zu sehr abgetragen ist, ist der Lackschutz möglicherweise noch da aber Beading ist zu schwach. (siehe Frage Platz 6).

      Sollten Sie später die Lackpflege selbst in die Hand nehmen wird es schwieriger sein eine Keramikversiegelung mit vielen Schichten wegzupolieren.

      Und nun viel Erfolg bei Ihrer Entscheidung.

      Antworten
    • März 21, 2019 um 12:08 pm
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      echt?? das mittel kostet doch nicht viel.. ist doch ein neues Auto also Waschen und Versiegeln.. ausser du willst extra politur vorher falls der Werkslack nicht genügt 😉 aber 1000 bis 3000 Euro.. WOW. mach ich dir für 300euro, das einmassieren des wundermittelchens geht doch in 2 stunden und fertig! wer vewrlangt da schon 3000Euro Spinnen die oder Kostet das Super mittelchen wie gold im gewicht? unvorstellbar..

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    • April 19, 2019 um 6:17 pm
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      Hallo
      Ich weiß nicht ob Du Dein Auto schon Versiegelt hast. Aber für 2500 Euro bekommst Du schon Dein Auto völlig folieren lassen. Das hält Kratzer und auch Steinschläge fern. Ich habe mich da mal schlau gemacht da ich am 2.4.19 das 1.x meinen Neuwagen per Handwäsche Innen und Aussen reinigen ließ und mir die Arschlöcher von Car Service Center den gesamten Lack zerkratzt haben. Ich hab auch noch eine Sonderlackierung Monte Carlo Metallic drauf und der Schaden beläuft sich auf knappe 11000 Euro. Mein Wagen war da gerade mal 5 Monate jung.
      Ich könnte nur heulen. Dann haben die Idioten versucht den Schaden von sich zu lenken.
      Ich habe aber ne Zeugin und Fotos von vor der Wäsche auch noch. Also wenn Du Deinen Wagen noch ne Versiegelt hast , lass ihn folieren. Da haste mehr von. LG?Birgit

      Antworten
  • November 27, 2018 um 12:11 pm
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    Vielen Dank für diesem ganz ganz tollen und neutralen Bericht!
    Ich hole Samstag meinem neuem Mazda MX5 RF ab in soul red (in DE Magmarot). Ich wollte ihn Keramik-versiegeln lassen, weil es ein Neuwagen ist um den MX5 vor Kratzern und Schmutz zu schützen, weil man oft liest das Rot so empfindlich ist und gerade die neuen Auto Farben auf Wasserbasis so mega empfindlich sind. Aber was ich hier lese, Kalk Flecken die schwer zu entfernen sind und das schwere entfernen der Keramik, sollte diese euneuert werden müssen ist echt krass! Für mich sehen die Vorteile der Keramik zu gering aus und die Nachteile höher. Ich bin ganz hin und her gerissen. :‘-(

    Antworten
  • November 14, 2018 um 12:05 pm
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    Ich bin ca. 10 Stunden nach der Gyeon Versiegelung bei der Abholung des Fahrzeugs voll in den Regen gekommen. Wie hat sich das ausgewirkt? Habe ihn dann abgetupft in der Garage und dann 1 Tag weiter trocknen lassen. Ich ärgere mich sehr, denn es hat mich viel Geld gekostet und ich musste es mir zusammensparen, denn ich bin gehbehindert und habe nur eine kleine Rente. Wie soll ich das Fahrzeug jetzt weiter behandeln.
    Gruß Gaby

    Antworten
  • Oktober 25, 2018 um 1:01 pm
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    Danke für den interessanten Artikel zum Thema Nanoversiegelung. Gut zu wissen, dass ’nano‘ an sich nur für die Feinheit der Wirkungspartikel steht. Durch die Info bin ich das nächste Mal besser auf die Frage vorbereitet, welche Versiegelung ich für mein Auto haben möchte. VG

    Antworten
  • Oktober 20, 2018 um 4:32 pm
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    Vielen Dank für die tollen Tipps!
    Eine Frage hätte ich noch. Bei welchen Temperaturen lässt sich die Keramik Versiegelung auftragen?
    Mir wurde einmal gesagt unter ca. 23 Grad funktioniert das nicht richtig. Stimmt das ?

    Antworten
    • Oktober 20, 2018 um 6:44 pm
      Permalink

      Hallo,

      wir empfehlen nicht unter 10Grad zu gehen oder bei sehr hohen Luftfeuchtigkeitstemperaturen zu verarbeiten. Bei niedrigeren Temperaturen ist die Abluftungsdauer vor der Abnahme entsprechend höher.

      Antworten
  • Juli 27, 2018 um 10:51 am
    Permalink

    Vielen Dank für die ausführliche Information bzgl. Keramik-Coatings. Insbesondere hat mich schon immer interessiert, ob das „Teufelszeug“ ohne weiteres auch wieder entfernt werden kann, was ja offensichtlich doch nur mit sehr hohem Aufwand zu sein scheint.

    Antworten
  • Juni 13, 2018 um 5:39 pm
    Permalink

    Danke für den tollen Bericht , ich bleibe beim Wachs !

    Antworten
  • Juni 9, 2018 um 7:18 am
    Permalink

    Super Zusammenstellung! Da ich alle paar Wochen mein Auto mal schnell abdampfe und dann trocken fahre auf der AB macht es für mich keinen Sinn in Bezug auf mögliche dauerhafte Kalkflecken eine Keramik zu verwenden. Da ist mir ein Fusso 12m lieber.

    Antworten
  • Mai 6, 2018 um 5:13 pm
    Permalink

    Das ist die seit langem ausführlichste, neutralste und detaillierteste Ausführung zu dem Thema, die ich bisher gelesen habe. Ich habe Freude am Pflegen und werde deshalb immer wieder zum Wachs tendieren. Wie schon oft gelesen muss das jeder für sich selbst entscheiden.

    Vielen Dank auf jeden Fall für den super Bericht. Schade, dass es bis auf diesen einen noch keine Kommentare hierzu gibt. Der Autor hätte hier viel positives Feedback verdient.

    VG
    Christian

    Antworten
  • März 22, 2018 um 1:35 pm
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    Hab nach der Keramik Versiegelung diese runde politur flecken die ich mit der politur maschine poliert habe unterm Licht ist es sehr leicht erkennbar und das gefällt mir garnicht.

    Was habe ich falsch gemacht???

    Antworten
    • Mai 3, 2019 um 8:43 am
      Permalink

      Du hast die Politur nicht korrekt abgenommen.
      Abhilfe: Fahrzeug nochmal polieren, dann Politurreste richtig abnehmen (z.B. mit Gyeon Prime etc., jeder Hersteller hat da ein eigenes Mittel für), dann nochmal versiegeln.

      Antworten

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